Beim Content immer anspruchsvoller

Die Con­su­mer Con­tent Sur­vey 2018, für die zwi­schen dem 15. und dem 21.12.2017 in Deutsch­land 1000 Inter­net-Kon­su­men­ten befragt wur­den, ist für die Con­tent-Erstel­lung bedeut­sam. In die­ser Stu­die wur­de ein­mal mehr deut­lich, dass schlech­ter Con­tent auf einer Web­sei­te nicht nur Käu­fe ver­hin­dert, son­dern auch der Mar­ke bzw. dem Anbie­ter nach­hal­tig und dau­er­haft scha­det.

Die Con­su­mer Con­tent Sur­vey 2018 zeigt vor allem, dass sich die Inter­net­nut­zer nicht mehr mit Schrott­sei­ten, die mit Bil­lig-Con­tent gefüllt wur­den, abspei­sen las­sen. Wer das heu­te noch ver­sucht, ver­kauft nicht nur nichts, son­dern zieht den Zorn der Leser auf sich.

 

Schlechter Content disqualifiziert

Guter Content für bestes KauferlebnisSchlech­ter Con­tent kann dazu füh­ren, dass sich ein Unter­neh­men in der eige­nen Ziel­grup­pe nach­hal­tig dis­qua­li­fi­ziert. Der Stu­die zufol­ge bre­chen zwei Drit­tel der Besu­cher einer Web­sei­te den Kauf­pro­zess ab, wenn der Con­tent mies ist und damit nicht den Erwar­tun­gen ent­spricht.

Wie vie­le Nut­zer einer Web­sei­te den Kauf­pro­zess gar nicht erst star­ten, weil sie schon sehr schnell die Sei­te wie­der ver­las­sen haben, geht aus der Con­su­mer Con­tent Sur­vey 2018 nicht her­vor.

Nicht nur das, ein Vier­tel der Befrag­ten sieht nach solch einem Nega­tiv­erleb­nis die Mar­ken­loya­li­tät dras­tisch sin­ken. Und ein wei­te­res Vier­tel wür­de eine Mar­ke mit schlech­ten Web­sei­ten-Inhal­ten gar nicht mehr emp­feh­len.

 

Markenloyalität sinkt durch schlechten Content

Das Nega­tiv­erleb­nis beim Besuch von Web­sei­ten mit schlech­ten Inhal­ten dürf­te sich nicht nur auf bestimm­te Mar­ken über­tra­gen, son­dern natür­lich auch auf die betref­fen­den Web­sei­ten selbst. Wenn schon die Mar­ken­loya­li­tät durch schlech­ten Con­tent sinkt, dann dürf­ten Web­sei­ten, für die es kei­ne Loya­li­tät gibt, sicher nie wie­der besucht wer­den.

Dar­aus folgt, dass Inter­net­nut­zer schlech­te Inhal­te ein­fach nicht mehr tole­rie­ren. Was auch bedeu­tet, dass die Qua­li­tät von Web­sei­ten-Inhal­ten letzt­lich dar­über ent­schei­det, ob gekauft wird oder nicht. Ob der Besu­cher wie­der kommt, oder für immer weg­bleibt. Nur gute Web­sei­ten-Inhal­te gene­rie­ren Kun­den und Kun­den­loya­li­tät.

Der Pro­fi-Tex­ter fin­det das übri­gens ganz her­vor­ra­gend, dass sich das Publi­kum nicht mehr mit Key­word-Spam locken und für dumm ver­kau­fen lässt. Das soll­te auch allen Auf­trag­ge­bern von Zwei-Cent-Bil­lig-Con­tent sehr zu den­ken geben.

 

Experience Business” braucht gute Inhalte

Wer hier noch mit­hal­ten will, muss genau über­den­ken, wie er dem Kun­den ein gutes Erleb­nis beim Besuch sei­ner Web­sei­te ver­schaf­fen kann. Hier wird von Ado­be von „Expe­ri­ence Busi­ness” gespro­chen, für die der Con­tent ent­spre­chend trans­for­miert wer­den muss, so Ste­fan Ropers, Mana­ging Direc­tor Cen­tral Euro­pe bei Ado­be.

65 Pro­zent der deut­schen Kon­su­men­ten blei­ben in ers­ter Linie Mar­ken treu, die das Kun­den­er­leb­nis auf ihre Anfor­de­run­gen und Bedürf­nis­se zuschnei­den, so die Stu­die wei­ter.

Dar­aus folgt, dass jeder, der etwas ver­kau­fen möch­te, es künf­tig mit wesent­lich selbst­be­wuss­te­ren und anspruchs­vol­le­ren Kon­su­men­ten im Inter­net zu tun haben wird. Die­se Kon­su­men­ten suchen Web­sei­ten-Inhal­te, die ihnen mit maß­ge­schnei­der­ten Kauf­erleb­nis­sen einen Mehr­wert schaf­fen. Und nur sol­che Anbie­ter wer­den nen­nens­wer­ten Umsatz gene­rie­ren und die Kun­den an sich bin­den kön­nen.

 

Händler-Webseite bevorzugte Informationsquelle

Die­se Auf­fas­sung deckt sich durch­aus mit dem Ergeb­nis einer Stu­die des E-Com­mer­ce Ver­ban­des bevh aus dem ver­gan­ge­nen Jahr zum Recher­che­ver­hal­ten der Kon­su­men­ten. Dem­nach wür­den mehr als 70 Pro­zent der Kon­su­men­ten die Web­sei­te des Händ­lers als bevor­zug­te Infor­ma­ti­ons­quel­le für ein Pro­dukt nut­zen. Nur 25 Pro­zent wür­den dar­über hin­aus noch Such­ma­schi­nen bemü­hen. Und ledig­lich 17 Pro­zent wür­den noch zusätz­lich zwecks wei­te­rer Infor­ma­tio­nen die Web­sei­ten ande­rer Händ­ler auf­su­chen.

Wer hier also in der Lage ist, wirk­lich aus­führ­li­che Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen zu lie­fern und damit den Besuch der Web­sei­te zu einem Erleb­nis zu machen, wird ent­spre­chend gegen­über der Kon­kur­renz ein­deu­tig die Nase vorn haben. An die­ser Stel­le zeigt sich nun beson­ders deut­lich, wie wich­tig es ist, den Con­tent nicht allein für eine Such­ma­schi­ne zu schrei­ben, son­dern für den Kun­den, der auf der Suche nach Inhal­ten mit Mehr­wert ist.

 

Content ist für das Erlebnis extrem wichtig

Die Kon­su­men­ten sind sehr anspruchs­voll gewor­den, was sehr posi­tiv ein­zu­schät­zen ist. 82 Pro­zent der Befrag­ten wün­schen sich „infor­ma­ti­ve“ Inhal­te, wie Ado­be mit­teilt. Und 74 Pro­zent hal­ten es für sehr wich­tig, dass die­se Inhal­te „rich­tig und prä­zi­se“ sind.

Schließ­lich for­dern 53 Pro­zent einen „ein­fa­chen“, leicht les­ba­ren Con­tent. Es ist klar, dass hier Inhal­te nega­tiv auf­fal­len, wenn sie als nicht rele­vant genug erschei­nen. Oder wenn die Web­sei­te zu lan­ge lädt und der Inhalt nicht gut dar­ge­stellt wird.

 

Erlebnis wichtiger als eine Marke

Die Ado­be-Stu­die zeigt deut­lich, was dem Besu­cher einer Web­sei­te wich­tig ist, wenn es um deren Con­tent geht. Das Erleb­nis sei wich­ti­ger als eine Mar­ke. 45 Pro­zent der Befrag­ten gaben an, dass die Inhal­te „infor­ma­tiv und nicht all­zu werb­lich“ sein sol­len. 48 Pro­zent gaben an, dass ihnen Tipps und Infor­ma­tio­nen zum Gebrauch von Pro­duk­ten oder Dienst­leis­tun­gen beson­ders wich­tig sei­en.

46 Pro­zent der Befrag­ten gaben zudem an, sie bevor­zug­ten Inhal­te, die bei der Aus­wahl ver­schie­de­ner Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen hel­fen. 30 Pro­zent bevor­zu­gen hoch­wer­ti­ge und aktu­el­le Inhal­te, die zum Bei­spiel neue Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen aus­führ­lich vor­stel­len.

 

Konsumenten täglich 5,8 Stunden online

Die Ado­be-Stu­die hat her­aus­ge­fun­den, dass deut­sche Kon­su­men­ten sich täg­lich 5,8 Stun­den mit Online-Inhal­ten beschäf­ti­gen. Dafür nut­zen 75 Pro­zent Desk­top-PCs oder Lap­tops, 69 Pro­zent ihre Smart­pho­nes und 37 Pro­zent Tablets. 41 Pro­zent wür­den meh­re­re Gerä­te gleich­zei­tig nut­zen.

Wer Erfolg mit sei­nen Inhal­ten haben möch­te, darf die­ses Nut­zer­ver­hal­ten natür­lich nicht außer Acht las­sen.

 

Qualität wird sich beim Content durchsetzen

Nie­mand braucht schlech­te Tex­te, das schrieb ich kürz­lich. Umso mehr bin ich erfreut, das die Ado­be-Stu­die genau das zu bele­gen scheint. Viel­mehr ist der deut­sche Kon­su­ment nur noch sol­chen Mar­ken und Web­sei­ten treu, die ihm bei sei­ner Suche und beim Kau­fen ein Erleb­nis ver­mit­teln.

Das kön­nen aber nur ein­zig­ar­ti­ge und hoch­wer­ti­ge Inhal­te bewerk­stel­li­gen. Es ist wich­ti­ger denn je, ein­fach und ver­ständ­lich die Eigen­schaf­ten eines Pro­duk­tes oder einer Dienst­leis­tung und deren Nut­zen für den Kun­den auf den Punkt zu brin­gen.

Belang­lo­se Dampf­plau­de­rei, also mit Buch­sta­ben rela­tiv sinn­frei gefüll­te Web­sei­ten, die in jeder Hin­sicht bil­lig sind, lie­fern nur Nega­tiv­erleb­nis­se, die nicht zum Kauf eines Pro­dukts oder einer Dienst­leis­tung ver­lei­ten. Con­tent, der weder Inter­es­se wecken noch begeis­tern kann, kann auch kei­ne Kun­den gewin­nen.

 

Relevanter Content ist erfolgreich

Rele­van­ter Con­tent ist hin­ge­gen erfolg­reich, denn er befrie­digt die Bedürf­nis­se des Kon­su­men­ten, indem ein The­ma umfäng­lich beleuch­tet wird und Pro­blem­lö­sun­gen ange­bo­ten wer­den. Für das Kauf­erleb­nis des Web­sei­ten-Besu­chers ist es wich­tig, dass Neu­es, Krea­ti­ves und Span­nen­des ange­bo­ten wird, was es sonst nir­gend­wo gibt.

Die Ado­be-Stu­die unter­mau­ert erfreu­li­cher­wei­se die Ansich­ten des Pro­fi-Tex­ters zur Con­tent-Qua­li­tät. Sinn­lo­ser Bil­lig-Con­tent wird dem neu­en Nut­zer­ver­hal­ten der anspruchs­vol­len und selbst­be­wuss­ten Kon­su­men­ten jeden­falls nicht gerecht und wird daher folg­lich auf der Stre­cke blei­ben. Es ist gut, dass sich die Qua­li­tät am Ende wohl doch durch­set­zen wird.